Universitätsbibliothek Kassel, Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel

Die Universitätsbibliothek Kassel - Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel versorgt Forschung, Lehre und Studium ihrer Universität sowie die Bevölkerung in Nordhessen mit Literatur und Information. Als große wissenschaftliche Universitätsbibliothek engagiert sie sich für einen umfassenden und nutzerorientiert aufgebauten und erschlossenen Bestand. Ein kontinuierlicher Bestandsaufbau, Bestandspflege und -präsentation, Nutzerschulungen ("Teaching Library"-Kurse) sowie Angebote im Bereich des wissenschaftlichen Publizierens sieht die Bibliothek als ihre Hauptaufgaben. Gedruckte und elektronische Materialien werden im Rahmen der Entwicklung zur hybriden Bibliothek zugänglich gemacht. Die sukzessive Digitalisierung ihrer schützenswerten historischen Bestände hat in den vergangenen Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen.

Geschichte

Die Bibliothekstradition der 1973 gegründeten Universitätsbibliothek reicht bis 1580 zurück. Damals gründete Landgraf Wilhelm IV., genannt der Weise, für seine weitreichenden wissenschaftlichen Interessen eine Bibliothek. Die Bibliothek dient von Beginn an weniger repräsentativen Zwecken als breit angelegten Forschungs- und Bildungsinteressen. Die Brüder Grimm, Jacob und Wilhelm, ebenso bekannt für ihre Forschungen zur deutschen Sprache und Sprachwissenschaft wie berühmt für ihre Sammlung von Volks- und Hausmärchen, wirkten zwischen 1814/16 und 1829 in Kassel als Bibliothekare und Forscher.

Im Zweiten Weltkrieg erlitt die Bibliothek große Verluste durch die Bombardierung und weitgehende Zerstörung ihres Bibliotheksgebäudes, des heutigen Museum Fridericianum. Ab 1957 fand sie mit ihrem geretteten historischen Erbe im Gebäude der Murhardschen Bibliothek eine endgültige Bleibe. Sie ist eine Schatzkammer besonderer Art und mit ihren Handschriften (u.a. Hildebrandlied) und historischen Drucken Forschungsbibliothek für Wissenschaftler aus der ganzen Welt und regionales Dokumentationszentrum für Geschichte und Kultur für den Bereich des ehemaligen Kurfürstentums Hessen-Kassel.

Die Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel ist eine Stiftung der Kasseler Bürger Friedrich und Karl Murhard. In ihrem Testament von 1845 bzw. 1852 stifteten sie ihr gesamtes Vermögen ihrer Vaterstadt, um eine Bürgerbibliothek zu gründen. Sie steht im Geist des Liberalismus ihrer Gründer und erfüllt bis heute einen umfassenden Informations- und Bildungsauftrag für die Bürger der Stadt und Region Kassel. Aus dem Stiftungsvermögen wurde das 1905 im Stil der Neorenaissance fertiggestellte Bibliotheksgebäude errichtet.

Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel sind seit 1976 Teil der Universitätsbibliothek Kassel. Traditionen und Bestände ergänzen sich heute zum Wohl der Literatur- und Informationsversorgung für die Universität Kassel und die Region Nordhessen.

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