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-*- Erscheint ^- ------:- in ---------- 8 8 zwangloser Folge. K K

Hier seine -öehnat liebt, muß sie auch verstehen; wer sie aber verstehen will. muß überall ,in ihre Geschichte zu bringen ---------suchen,------

Jakob Grimm

Mitteilungen des Heimatbundes, Uerein für Heimatkunde n. Heimatpflege im Kreise Zchliichtern.

Nr. 10.

Schtüchtern

April 1910.

Der Wie Ob Der

Grundbesitz ist das edelste Gut; die Erd' in Gottes Händen ruht, Stürme schnauben, ob Feinde toben: Grund bleibt unten, der Himmel oben.

(Rückert).

Den Kohl, den du dir selber gebaut, Mußt du nicht nach dem Marktpreis schätzen; Du hast ihn mit deinem Schweiße betaut, Die Würze läßt sich durch nichts ersetzen.

(Rückert),

Frühling,

Gott sei Dank, daß das wieder hinter uns liegt! Mit Blättersterben und Herbststürmen fing's an, und Tag für Tag tropfte es von den Dächern und immer kahler werdendem Gezweig. Die Welt war mit dicken Nebeldecken umhängt und die Sonne auf Reisen ge­gangen Und wenn auch die grimme Kälte Heuer aus- blieb, als sie erwartet wurde, so mußte doch auch der milde" Winter dem lebensfeindlichen Frost ein Fenster- lein offen zu halten, durch das er vieles erreichbare, schutzlose Lebendige anhauchte, bis es ihnt leblos zu Füßen lag. Walter im Februar büßten ihren Irrtum mit'' li.,Msi "ben. Verfrühter November­frost -wurde am , butu, inen schier endlosen Wechsel von nebelnassen und eisweißen Tagen. Aber gezweifelt hat kein Mensch daran, daß der Lenz auch dieses Winters Kette ivrengen und neues Leben wecken würde. Wir "m, daß noch immer auf Winter­nacht ein Lem. ' rum sind wir ruhig und

voll Hoffen auch am schlimmsten Sturm- und Wetter­tag, wenn rings" .Vernichtung ihr tödlich' Regiment führt. Wie lange..Qds noch währen, dann hat die ^Frühlingssonne im großen Gottesgarten draußen die

ganze Blumenwelt miedet wachgekttßt! Schon rinnen auch auf den Bergen die Wasser von den Hängen und grüßen den geschwätzigen Quell im Moos. Rasch räumt die Sonne mit den Schneeschauern auf, mit dennen der fliehende Winter noch hie und da um sich wirft. Der Sieg des Lebens ist gewiß! Die ersten Lerchen stiegen schon vorWochen.An den Hecken und auf Aeckern und Bäumen recken und strecken sich Keim­lein und Knospen, als wollten sie nächstens große Taten sehen lassen. Millionenfältig ruft zartes nnd doch starkes Werden den Menschen zu:Das Leben ist doch stärker als der Tod!" Von unsern Sängern kehrten zahlreiche schon aus dem Süden znrück! Sie bauen schwatzend und lachend ihr Sommerheim:Wir wußten's ja, daß wir auch bei euch Leben und Licht wiederfinden würden. Unser Harren auf den Sieg der Sonne in der Heimat ward noch nie getäuscht!" Und auch die Primeln und Anemonen gucken fröhlich aus ihrem wieder wohl erwärmten Nest und läuten leise in's Land hinein:Es war doch gut, daß wir da drunten im dunkeln Grund die Hoffnung auf einen lichten Tag nicht aufgaben. Nun lacht nns der lieb­liche Lenz!" Von den Türmen singen die Osterglocken auch die heilfrohe Kunde vom Siege des Lebens in