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Wer seine Heimat liebt, muß sie auch verstehen; wer sie aber «erstehen will, muß überall in ihre Geschichte zu bringen ------------suchen,------------
Jakob Grimm
eimat
Mitteilungen des Heimatbundes, Verein für Heimatkunde n. Heimatpflege im Kreise Zchlüchtern
Nr. 18.
April
1912.
Tue den Menschen Gutes, und man wird dich segnen: Das ist der wahre Ruhm.
Friedr. d. Grosse.
Das Plus ist verflucht, welches durch das Unglück anderer Leute gemacht wird.
Friedr. d. Grosse.
HHSue^H im April.
Und fommt der Frühling heute nicht, So kommt er vielleicht morgen; Schickt er auch dann kein Sonnenlicht, So mögt ihr drum nicht sorgen! Lr sitzt vielleicht im dürren Laub, Schwatzt mit dem Gsterhasen, vielleicht scheint Winters Kohlenstaub Ihm nicht recht fortgeblasen. f)at drum noch mal den wind bestellt, Den Straßenkehrer Regen, Und läßt die arg verrußte Welt Recht scheuern, putzen, fegen.
Derweil reibt er die Farben schon Und prüft auf der Palette Die Mischung und den rechten Ton. Und glaubt mir's nur, ich wette, Ihr findet, seht ihr heimlich nach, Schon rings die Farbenflecke: Lin bißchen veilchenblau am Bach, Und an der Waldesecke Lin Ulexchen Anemonenweiß,
Hellgrün zum Birkenlaube, Hier Braun fürs junge Haselreis, Dort Gelb zum Blütenstaube. Geht sacht vorbei, so ras ich nur; Schleicht wie auf bösen wegen. Folgt nicht des Malers holder Spur, Das käm' ihm ungelegen. Nein, stört ihn nicht, weil's doch nichts nutzt, Lr will euch überraschen.
Ist erst die Sonne blank geputzt, Die Welt schön reingewaschen, Und kam zur Nacht ein letzter Guß, Lin wunderwarmer Regen — — Das war des Frühlings Willkommskuß — —,
Ja, dann geht ihm entgegen! Dann steht er schon vor eurem Haus, Sein Pinsel hängt im Flieder.
Lr hält euch hin den vollen Strauß Und sagt: „Da bin ich wieder!"
M. Feeschc.