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Nr. 5/6 ß^ß^ß^ß^ß^ß^^ß^ß^ß^ß^ßs Unsere Heimat ß^^ß^ß^ß^ß^ß^ß^ß^c^c^ß^ Seite isi

lichem und Drückendem aller Art; aber das geht nicht zu jeder Zeit, vor allem dann nicht, wenn's draußen sommert und einen die Lust ankommt, einmal so zu tun, als gingen einen die Leichdörner in aller Welt gar nichts an. Das muß und, darf auch 'mal sein, sonst hält's der Mensch einfach nicht aus. Ich müßte auch, wenn ich die Heimatchronik getreu wiedergeben sollte, sofort wieder von allerlei Sterben anfangen, das sich mitten in das Blühen gedrängt hat und im Juni schon mit ziemlicher Sicherheit voraussagen läßt: „Die Quetsche onn Äppel für dies Johr sein gäffe!" Oder ich müßte erzählen, wie der Tod auch in die Städtlein und Dörfer mit harter Hand hineingegriffen und gar manchem sein unerbittliches: „Komm' mit!" zugerufen hat. Oder ich müßte berichten von „Steuerqualen", die .. . doch halt! Auch das läßt sich kurz fassen, wenn ich nur eine Frage und Antwort hierhersetze, die ich am Samstag in der Grabenstraße gehört. Kommen da zwei gebeugten Hauptes daher, und der eine fragt den andern: „Du, was meinst dn, wovon ich heute Nacht geträumt hab'?" — „Nun", entgegnet mürrisch sein Begleiter, „wovon wirst du geträumt

haben? Das ist doch leicht zu erraten: — Vom Schewe und Schulzky!" — Das sind zwei Beamte unseres Finanzamtes, und wer das weiß, dem wird offenbar, wo jene zwei und viele andere heute der Schuh drückt. — Aber davon und von erschrecklichen Milchpreisen und allerei Mangel, Not und — Über­mut, von Leichtsinn und mancher Qual, die sich die Menschen in ihrer Torheit selbst bereiteten, zu berichten — nein, es geht heut' nicht; denn

König Sommer bereist sein Land

Bis an die fernsten Grenzen;

Die Ähren küssen ihm das Gewand, Er segnet sie alle mit reicher Hand, Wie stolz sie nun stehen und glänzen!

Es ist eine Pracht unter diesem Herrn, Ein sattes Genügen, Genießen, Und jeder fühlt sich im innersten Kern So reich und tüchtig. Der Tod ist fern

Und des Lebens Quellen fließen.

Also haltet für diesmal selbst Umschau — draußen! Auf Wiedersehen das nächste Mal! * Flg.

Glück.

Die Tierwelt unserer Heimat.

Von Pfarrer Seyd = Elm. IV.

T\er Feuersalamander gehört zu den Lurchen, denen nur in ihren ersten Entwicklungsstadien das Wasser zum Auf­enthalt dient. Sobald das Tier seine vollkommene Entwick­lung erlangt hat, begibt es sich auf das Land und lebt von da an als Erdmolch. Es ist ein durchaus harmloses und nütz­liches Tier, da es vorwiegend von Insekten und kleinen Schnecken lebt. Im Kreis Schlüchtern ist es nicht selten und fällt auch infolge seiner auf schwarzem Untergrund sitzen­

den hochgelben Flecke leicht ins Auge. Man betrachtet die grelle Färbung als ein Warnung ssignal für andere Tiere, denen es einfallen könnte, das langsame, unbehilfliche Tier, das keine andere Waffe als einen ätzenden milchweißen Saft besitzt, verspeisen zu wollen.

Im Terrarium kann man den Feuersalamander bei geeig­neter Ernährung Jahre lang am Leben erhalten.

Von Salamandern, welche vorwiegend im Wasser leben,