Einzelbild herunterladen
 

-*- Erscheint _». ------------ in ------------

8 8 zwangloser Folge. 6 *

Wer seine Heimat liebt, muß sie auch »erstehen; wer sie aber verstehen will, muß überall in ihre Geschichte zu bringen -----------suchen,-----------

Jakob Grimm

n ere

Heimat

Mitteilungen des Heimatbundes, Verein für Heimatkunde u. Heimatpflege im Kreise Schlächtern.

Nr. 15.

Schlächtern

Juli 1911

Ganz mühlos läßt sich Freude nicht erjagen

Wer Blumen pflanzt, der muß viel Wasser tragen. Frieda Schanz.

Was anders wäre Freud', als Freude machen? Lord Byron.

Im Druss an AHlüHtCrn.

(Beim Wiedersehn nach 25 Jahren).

Nach langen Jahren seh ich wieder Dich Städtlein in dem Kinzigtal! Ich steige froh zu dir hernieder Und grüße Dich vieltausendmal. Wie lachst du lieblich mir entgegen, Umringt von grüner Berge Kranz, In einem Eden schön gelegen, Verklärt von der Erinnrung Glanz.

Es tauchen auf die alten Zeiten, Da ich als Jüngling hier gelebt, Da einst, geschwellt von Seligkeiten, Das junge Herz gehofft, gestrebt. Wo dort die beiden Türme grüßen, Saß ich mit der Genossen Schar Den treuen Lehrern einst zu Füßen Im alten, lieben Seminar.

Im Streben nach der Weisheit Gütern, Wie ward die Seele froh und weit!

Vereint mit all den lieben Brüdern Genießend frisch des Lernens Freud: Zu Jugendbildnern uns zu bilden, Zu Hütern echter deutscher Art, Nach Pestalozzis Geist dem milden, Dem Geist der Liebe treu und zart.

Des deutschen Volkes Geistesschätze, Wie wurden sie uns lieb und wert, Wert auch die alten, trauten Plätze, Wo frohgesinnt wir gern verkehrt, Wo wir gewandert und geseffen Beim Gläserklang in froher Rund', Das Reich der Freuden froh durchmessen, Geschloffen Heilgen Freundschaftsbund.

Wie wirds lebendig in mir wieder, Wie taucht empor die Jugendzeit! Es klingen neu die alten Lieder, Von der Erinnrung froh geweiht. Lieb Schlüchtern Du, zu meinen Füßen Inmitten all der Fluren Pracht, Bei Deinem freundlich-lieben Grüßen Mein Herz Dir froh entgegenlacht!

A. Rohrbach.