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12. Jahrgang Schlüchteru / Januar-februar 15*20 Hummer 1/2

TYun leid getrost! So lang ist keine Nacht, aXefegnet der Mann, der fingen kann, wenn er

" Daß nicht auch ihr zuletzt ein Tag erwacht. ^ feine» Traufe» Giebel sieht!

Shakespeare, Macbettz. Luttzer.

Heimat und Welt.

Es gibt drei Stufen; die erste: der Heimat den Rücken kehren, den Himmel stürmen wollen, die Welt aus den Angeln heben; die zweite: sich, der Welt gram,der Heimat wieder zuwenden, in ihr alles sehen, sie zum Mittelpunkt alles Lebens machen, die Welt da drau 5 ßen verachten. Die dritte und höchste: mit der Heimat im Herzen die Welt umfassen, mit der Welt vor Augen die Heimat liebend uud bauend durchdringen. Drei der Stufen: Such' und find'! G o r ch F o ck.

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freche lt.

Freiheit sie war allezeit ein leuchtendes Ziel, zukunftswärts wies ihr schimmernder Pfad ins Land Glückseligkeit. . . Und war oft ein Trugbild . . . denn der Menschheit dunkelwildeste Leidenschaften, Haß, Mißgunst, Neid, Unterdrückungsgewalt und Grausamkeit loderten in selbstsüchtig-furchtbarster Weise gerade dort empor, wo das Trugbild der Freiheit schillernd sein Banner hißte. . . Sich selbst erst befreien aus der Knechtschaft der eigenen Lüste, der Selbstsucht, all die eigenen niedrigen, hämischen, häßlichen Triebe in sich über­winden, das wahrhaft Gute in sich obsiegen lassen, freie Bahn auch dem andern schaffen helfen, Gerechtigkeit nicht nur empfangen, sondern auch geben wollen, erbarmend sein Teil dazu beitragen, daß auch jeder andere losgekettet von Elend und Sorge sei das ist: die Freiheit! EugenStangen.