^regrüßt Dich am Morgen ein freundlich Gesicht, ein gutes Wort, ein Liebesdienst, so durchsonnt es dein ^erz für den ganzen Tag. Jmmermann.
/Öffentliche Meinung ist die Tochter der Gedankenlosigkeit.
C. fl Wilkens.
Mitteilungen des sieimatbim-es!
12, Jahrgang Schlüchtern / Zuli-Mugust-September V20 Nummer 7/8/?
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Jn der fremde,
Jd) wohn' am letzten End' der Stadt. Der Lserbstwind jammert durch die Welt,
Der Menschen war ich übersatt; fegt welkes Laub durchs Stoppelfeld,
Nun sehn' ich mich nach Lust und Leid, Und graue Wolken, trüb und schwer, Nun tötet mich die Einsamkeit. Liehn stockenschwanger drüber her.
Mich fröstelt; meine Sehnsucht spinnt
Ein traurig Lied, was sie ersinnt, fällt immer auf denselben Keim: Zch möchte heim, ich möchte heim. . . .
Fjugo Salus.
Glauben und Hoffen.
m SebantS schreibe ich diese Zeilen für unsere Heimatblattleser. Seine 50jährige Wiederkehr scheint in unserem Heimatkreis sang- und klanglos zu verstreichen. Das patriotische Festfeiern ist uns vergangen. Wenn uns doch auch das andere Festfeiern etwas verginge! Aber da hat der Druck der Zeit den Vergnügungstaumel nicht einge- dämmt sondern neu belebt. Sportfeste, Vereinsfeste, Tanzbelustigungen jagen sich allenthalben, unb die Jugend, und nicht nur die Jugend, jagt ihnen nach in Stadt und Land. Früher haben wir in patrioti
schen Feiern zu viel des Guten getan. Man glaubte dadurch den Patriotismus wachzuhalten und zu beleben. Aber es war oft ein recht zweifelhafter, ein bloß Hurrapatriotismus. Sonst könnte jetzt der echte Patriotismus so weiten Kreisen unseres Volkes nicht völlig abhanden gekommen sein. Kein Festtag, aber ein Tag stiller Besinnung hätte der diesjährige Se- dantag für uns sein sollen. Aber leider ist keine Anregung in diesem Sinne weder von der Regierung noch von der Kirche gegeben worden.
Ich denke heute zurück an meine Kinder- und