Mitteilungen des Heimattmndes, Verein für Heimatkunde n. Heimatpflege im Kreise Hchlüchtern.
Nr. 4. Sch trichtern Januar 1909.
In Rom, Athen lind bei den Lappen
Da späten iv'.r jeden Winkel aus, Dieweil wir wie die Wilden tappen Umher im eignen Vaterhaus,' Ist das nicht-eine Schmach u. Schande Dem ganzen deutschen Vaterlande?
Karl Simrock.
Die Sprache, die geklungen Von allen deutschen Zungen, Die alten goldnen Lehren, Die haltet wohl in Ehren!
. A. Stöbet.
Es gebt eine alte Sage . .
(Es geht cinc Me Sage, Wer weiß, ob sie erdacht, Daß dir am Sterbetage Die tote Illuster erwacht. Die Mutter mit all' ihrer Güte, Dem lhcrzen so liebereich, Hut den Augen, die tröstend blicken, Mit der Stimme so sanft und weich! And wenn sich die Schatten dir senken, Die Schatten der dunkelsten Nacht,
Dann hält dich die Mutter im Arme, Wie einst sie zur Ruh' dich gebracht. And dann singt ihre lieblichsten Lieder Die Mutter, die Mutter dir vor, And leise, leise geleitet, Sie dich an d,as finstere Tor. And trocknet und küßt dir die Stirne, Die im letzten Ringen dich brennt, And führt dich zum Allerbarmer, Der Mutterliebe ja kennt.
Jeanette B r a m e r.
Das Vaterland und die Freiheit sind das Allerheiligste auf Erden, ein Schatz, der eine unendliche Liebe und Treue in sich verschließt, das edelste Gut, was ein guter Mensch aus Erden besitzt und zu besitzen begehrt. Darum auch sind sie gemeinen Seelen ein Wahn, und eine Torheit allen, die für den Augenblick leben. (E. M. Arndt).